07.03.2020

VIII. Rudolfstiftung Medical Retina Symposium: AMD

Priv. Doz. Dr. Siamak Ansari-Shahrezaei, Leiter der Makula-Ambulanz der KA Rudolfstiftung und des Karl-Landsteiner-Instituts für Retinale Forschung und Bildgebung, hatte die wissenschaftliche Leitung des VIII. Rudolfstiftung Medical Retina Symposiums. Referentinnen und Referenten aus den Universitäts-Augenkliniken in Wien, Salzburg, Innsbruck, Graz, Bern, Sulzbach, der Augenklinik Zürich West und der Augenabteilung KA Rudolfstiftung und Donauspital beleuchteten unterschiedliche Aspekte der Diagnose und Behandlung der altersbedingten Makuladegeneration.

In einer Video-Zuschaltung erläuterte Univ.-Prof. Dr Martin Zinkernagel (Bern) Ätiologie und Pathogenese der AMD. Zur multifaktorellen Ätiologie gehört auch die Ernährung und damit zusammenhängend die Zusammensetzung des Mikrobioms, dessen Zusammenhang mit entzündlichen Erkrankungen an der Berner Klinik intensiv beforscht wird. Mit dem Masquerade-Syndrom bei neovaskulärer AMD beschäftigte sich Univ.-Prof. Dr. Martina Kralinger (Innsbruck). Sie zeigte, wie sich etwa das erstmals 2017 beschriebene peripapilläre pachychoriodale Syndrom manifestiert.

Univ.-Prof. Dr. Gerhard Garhöfer (Wien) erklärte, warum es immer schwieriger wird, klassische Medikamente zu entwickeln. Eine neue Ära bahnt sich an und das Schlagwort heißt "Advanced Therapy Medicinal Products" (ATMP). Dazu zählen etwa Therapien, bei denen Viren als "Gen-Taxi" eingesetzt werden. Über die ebenfalls in Entwicklung befindliche Zelltherapie bei AMD berichtete Priv.-Doz. Dr. Boris Stanzel (Sulzbach) der vor rund zwei Jahrzehnten in der Wiener Rudolfstiftung erste Schritte in diese Richtung mitverfolgen konnte und heute als Leiter eines universitären Stammzelltherapie-Labors daran forscht.

Univ.-Prof. Dr. Stefan Michels (Zürich) warf einen Blick in die nähere Zukunft der Pharmakotherapie bei neovaskulärer AMD und stellte Innovationen in der Pipeline vor. Neue Erkenntnisse bei Anti-VEGF-Behandlungs-Schemata der neovaskulären AMD vermittelte Univ.-Prof. Dr. Anton Haas (Graz). Er zeigte dabei anhand von Studien, welches Potential unterschiedliche Zugänge wie Fixe Schemata, PRN und Treat and Extend in der Praxis aufweisen. Über Silikonpartikel und Proteinaggregate bei intravitrealer Medikamentengabe berichtete Univ.-Doz. Dr. Stefan Egger (Salzburg). Egger listete auf, welche Methoden zur Reduktion der Silikonpartikel führen könnten. Ursache und Risikofaktoren makulärer Blutungen bei neovaskulärer AMD behandelte Priv.-Doz. Prim. Dr. Katharina Krepler. Sie schilderte den dramatischen Verlauf, den solche Blutungen nehmen können und zeigte Behandlungsschritte, die je nach Art Umfang der jeweiligen Blutung Erfolg versprechen, wenn sie rechtzeitig unternommen werden.

In zwei Panelgesprächen wurden die Referate von den Vortragenden erläutert und kommentiert sowie interaktiv mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Veranstaltung diskutiert.

Abgehalten wurde die Veranstaltung in freundlicher Kooperation mit der Novartis Pharma GmbH.

AT2003808129 03/2020

Fotos: Medical Network | Dr. Erich Feichtinger




































































 

 

 

 

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