19.06.2021

DOC: Thema Retina

Prof. Dr. Susanne Binder hatte den Vorsitz in einer der online-Sitzungen der DOC 2021 zum Thema Retina.

OA PD Dr. Siamak Ansari Shahrezaei beschäftigte sich in seinem Beitrag mit der Chorioretinopathia centralis serosa und fragte: "Welche Therapieoptionen sind heute obsolet und was sind vielversprechende Ansätze?" Die Bandbreite reicht von der Observanz, über Modifikation von Risikofaktoren und Pharmakotherapie bis zur Lasertherapie. Evidenzbasiert sei, so der Referent, davon fast alles als mangelhaft zu bewerten. Nur für die Argonlasertherapie und den Mikropulsdiodenlaser bestehe eine ausreichende Evidenz, einzig bei der Verteporfin-PDT sei die Evedinz "gut".

In einer aktuellen Kontroverse wurde die Ablatio nach RLE bei Myopie abgehandelt. Prof. Dr. Irmgard Neuhann vertrat die Meinung "Patienten wollen das zur Verbesserung der Lebensqualität und das Risiko ist überschaubar." Keine der vorhandenen Studien könne eine Kausalität einer Ablatio bei Linsentausch bei Myopie beweisen. "Die meisten Myopen bekommen im Laufe ihres Lebens mit oder ohne OP schliesslich KEINE Ablatio". PD Dr. Silvia Bopp hingegen vertrat die Meinung, "Patienten würden einen invasiven refrakiven Eingriff zurückstellen, wenn sie das realistische Risiko kennen würden". Hochrisikopatienten könne man über den präoperativen Glaskörperstatus selektieren. Ist der Glaskörper noch anliegend, bestehe ein hohes postoperativen Risiko.

Primaria Dr. Katharina Krepler diskutierte mit Kolleg*innen in einem Rundtischgespräch das Vorgehen bei "schwierigen" Makulaforamina, darunter spezielle Techniken wie ILM-Flaps Varianten oder autologe Retinatransplantate.

Fotos: Screenshots

 

 

 

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