04.10.2021

WOG: Neuroophthalmologie

PD Dr. Christoph Mitsch war einer der Referenten bei der wissenschaftlichen Sitzung der Wiener Ophthalmologischen Gesellschaft zur Neuroophthalmologie. Er zeigte, wie das SD-OCT in der Diagnose und Verlaufskontrolle von Papillenschwellungen die funduskopische Untersuchung ergänzt. Zentrales Element sind dabei die quantitativen Messungen von RNFL, GCL/GCL+IPL. Allerdings muss die Interpretation und Kenntnis der Limitationen und Artefakte sowie im Kontext der Krankengeschichte und sonstigen Untersuchungsergebnisse erfolgen.

Ein Update entzündlicher Sehnervenerkrankungen aus neurologischer Sicht gab Dr. Gabriel Bsteh. Der Referent umschrieb die Rolle des OCT bei der Quantifizierung nach Optikusneuritis und seine Bedeutung als früher Surrogatmarker für Therapieansprechen.

Assoc.-Prof. PD Dr. Berthold Pemp unternahm einen Mythencheck zur Leber'schen hereditären Opticusneuropathie (LHON) und rief auf, bei Patient*innen jeden Alters mit subakuter Sehverschlechterung ohne klarer Ursache an LHON zu denken und mit OCT die Ganglienzellschicht zu untersuchen. Bei akuten Verdachtsfällen sei eine rasche molekulargenetische Untersuchung oder Überweisung an ein Expertisezentrum angezeigt.

Moderiert wurde die online-Veranstaltung vom Präsidenten der WOG, Assoc.-Prof. PD Dr. Gerald Schmidinger.

Fotos: Screenshots


 

 

 

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