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Das PGI wurde 2018 CE-zertifiziert, hat eine ähnlich große Platte wie das BVI, ist ebenso ventillos und aus Silikon, unterscheidet sich aber von BVI sowie AVI durch seinen dünneren Tubus. Der äußere Durchmesser ist 0,467 mm und der innere Durchmesser 0,127 mm und somit deutlich kleiner als die anderen großen Drainageimplantate. Die Implantation des PGI erfolgt auf die gleiche Weise, meist superotemporal oder inferonasal. Nach Eröffnen der Bindehaut wird zur temporären Obstruktion der Tubus mit einem 6,0 Prolenefaden intubiert und die Platte 10,0 mm vom Limbus entfernt mit 9,0 Prolene fixiert. Nach dem Kürzen des Tubus auf die erforderliche Länge wird mit einer 26-Gauge Nadel ein Stichkanal formiert und der Tubus eingeführt. Danach wird der Tubus an der Sklera fixiert und dieser entweder mit einem Spenderpatch oder einer vorher präparierten Skleralamelle gedeckt. Der 6,0 Prolenefaden wird daraufhin komplett unter die Bindehaut oder mittels einer Schlaufe teilweise intrakorneal gelegt. So kann der Intubationsfaden nach Bildung einer Bindegewebskapsel um die Platte nach ca. 8 Wochen entfernt werden. Der Intubtionsfaden verschließt das Lumen allerdings nicht komplett, sondern lässt einen minimalen Abfluss weiterhin zu. (1) Alternativ kann der Tubus vorübergehend auch von außen mit einem selbstauflösenden Vicrylfaden ligiert werden.
| Drainage Implantate | Baerveldt | Ahmed | PAUL® |
|---|---|---|---|
| Tabus Innerer Ø (mm) | 0,305 | 0,30 | 0,127 |
| Äußerer Ø (mm) | 0,635 | 0,63 | 0,467 |
| Ventil | ja | nein | ja |