13.12.2025 | Forschung

Reverser Pupillarblock bei skleralfixierten Intraokularlinsen

Das Ziel dieser Studie war die Evaluation der Häufigkeit des reversen Pupillarblocks (RPB) bei Patient:innen mit sklerafixierten Intraokularlinsen (IOL).

Im Zuge der Durchführung wurden alle Patient:innen, die sich zwischen Januar 2018 und Februar 2023 einer skleralen IOL-Implantation unterzogen haben, evaluiert. Zunächst wurde in den AS-OCT-Aufnahmen im 3D-Scan die IOL-Verkippung und -Dezentrierung, und anschließend im 2D-Scans in der 0°-180° der Vorderkammerwinkel (ACA), die Vorderkammertiefe (AQD), der Pupillendurchmesser und der Abstand zwischen Iris und IOL vermessen. Der RPB wurde definiert als die simultane Präsenz eines Iris-IOL Abstand von 0 oder weniger sowie eines ACA von mehr als 70°.

Die Ergebnisse

110 Patient:innen erfüllten die Einschlusskriterien. Bei 32 Patient:innen (29 %) wurde ein RPB festgestellt. 20 Patient:innen mit RPB wurden mittels peripherer YAG-Iridotomie behandelt, der mittlere ACA sank von 91,91°±13,77 auf 61, 02° ± 8,52 (p < 0,001), die mittlere AQD sank von 4,67 mm ± 0,47 auf 4,31 ± 0,36 mm (p < 0,001) und der mittlere Abstand zwischen Iris und IOL stieg von -0,09 ± 0,04 auf 0,33 ± 0,30 (p < 0,001). Bei rund einem Drittel der Augen mit skleraler IOL-Fixation ohne vorausgegangene Iridektomie trat ein RPB auf.

Priv.-Doz. Dr. Markus Schranz, FEBOS-CR

Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie
Medizinische Universität Wien

Foto: Feelimage/Matern

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