13.12.2025 | Forschung

Sicherer UV-Schutz

Die Wintersonne strahlt und die Schisaison beginnt – jetzt ist auch der richtige Moment, um an den UV-Schutz für Ihre Augen zu denken. Die Österreichische Ophthalmologische Gesellschaft (ÖOG) mahnt im Zuge einer Pressemeldung zur Vorsicht: starke UV-Strahlung kann die Augen dauerhaft schädigen. Von kurz­fristigen Beschwerden wie Bindehautentzündungen bis hin zu bleibenden ­Schäden an der Netzhaut und einem erhöhten Risiko für Grauen Star.

Foto: AspctStyle /adobestock

Besonders Kinderaugen sind empfindlicher gegenüber UV- Strahlung, da ihre Linsen mehr UV-Licht durchlassen als die von Erwachsenen“, erzählt Dr.in Sarah Moussa, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit der ÖOG. „Ein wirksamer UV-Schutz ist daher bereits im Kleinkind­alter essenziell.“ Die Linse des menschlichen Auges bleibt bis zum 20. Lebensjahr klar und durchlässig. UV-Strahlen gelangen deshalb nahezu ungefiltert ins Augen­innere und können dort langfristige Schäden verursachen.

Orientierung durch den UV-Index

Die ÖOG empfiehlt daher, sich beim Aufenthalt im Freien am tagesaktuellen UV-Index zu orientieren. Dieser wird vom Wetterdienst (findet man auf diversen Wetter Apps) veröffentlicht und reicht von 1 ­(geringe Belastung) bis 11+ (extreme Belastung). Bereits ab einem UV-Index von 3 ist ein Sonnenschutz – auch für die Augen – sinnvoll. Im Sommer erreicht der UV-Index in Österreich oft Werte von 7 bis 9, in Gebirgsregionen sogar noch höhere Spitzen.

Empfehlungen der ÖOG für sicheren UV-Schutz

Für Babys und Kleinkinder: Direkte Sonneneinstrahlung sollte möglichst vermieden werden.Kopfbedeckung mit Krempe und eine gutsitzende Kinder-Sonnenbrille mit UV400-Schutz verwenden. Die Brille sollte bruchsicher und CE-zertifiziert sein.

Für Kinder und Jugendliche: Sonnenbrillen mit großem Fassungsdesign und hochwertigem UV-Schutz (UV400) sind ein Muss, besonders bei Aktivitäten im Freien, am Wasser oder in den Bergen.

Für Erwachsene: Eine Sonnenbrille sollte nicht nur modisch, sondern auch medizinisch sinnvoll sein: Achten Sie auf das CE-Zeichen und den Hinweis „100 % UV-Schutz“ oder „UV400“. ­Polarisierende Gläser können zudem Blendungen reduzieren.

Achtung vor Billigprodukten

Sonnenbrillen ohne geprüften UV-Schutz können mehr schaden als nützen, da die Pupille sich durch die dunkle Tönung weitet – und so mehr schädliches UV-Licht ins Auge dringt. Die ÖOG rät daher: Lassen Sie sich augenärztlich beraten – Investieren Sie in eine Sonnenbrille aus dem Fachhandel – besonders wenn es um den Schutz empfindlicher Kinderaugen geht.

Quelle: ÖOG Pressemeldung (2025, Mai): Welcher UV-Schutz ist sicher? URL: https://www.augen.at/downloads/dokumente/2025/OeOG_PM_Welcher_UV_Schutz_ist_sicher_15.5.2025.pdf [8.10.2025].

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