29.08.2025 | Fortbildung

3. Wiener OCT-Kurs

Kurz vor den jährlichen Weihnachtsvorbereitungen fand der 3. Wiener OCT-Kurs, am Freitag, dem 29. November 2024 im Van Swieten Saal der Medizinischen Universität Wien statt. Als erfolgreiche Weiterführung der Fortbildungsreihe war das Interesse wieder einmal groß und auch diesmal waren zu Beginn der Veranstaltung bereits viele Teilnehmer:innen vor Ort.

Das Interesse für das Thema OCT bleibt also weiterhin ungebrochen. Insgesamt besuchten beinahe 100 Teilnehmer:innen die Fortbildung. Der Wiener OCT-Kurs richtete sich 2024 an OCT-interessierte Ärzt:innen, sowohl mit abgeschlossener Facharztausbildung als auch in Ausbildung. Zudem ist der Kurs auch für andere an der OCT interessierte Personen nützlich, da er einen Bogen von den „Basics“ der OCT bis hin zu klinischen Anwendungsmöglichkeiten und Praxisbeispielen spannt.

Beginn der Veranstaltung und erste Hälfte

Der Veranstalter und Leiter der Fortbildung Priv.-Doz. Ing. DDr. Gregor S. Reiter, BA MSc eröffnete die Veranstaltung und bedankte sich bei den Firmen Askin, Mediconsult/Topcon, Oertli Ophthalmedic Österreich sowie Zeiss für die Unterstützung beziehungsweise Ermöglichung der Fortbildung. Zudem dankte Priv.-Doz. Reiter den Teilnehmer:innen für ihr großes Interesse und den Referent:innen für ihre investierte Zeit. Die ständige Weiterentwicklung der OCT-Technologie und die damit einhergehende Zunahme der Anwendungsmöglichkeiten bringt auch die Notwendigkeit mit sich, die Technologie zu verstehen und richtig zu handhaben. Den Vortragsauftakt machte Priv.-Doz. Dr. Markus Schranz, der die Funktionsweise und Prinzipien der OCT-Technologie praxisnah erläuterte. Dr.in Julia Mai gab ein Update zum Monitoring der AMD und ergänzte den Vortrag mit den neuesten Erkenntnissen zur Therapie sowie zum künstlichen Intelligenz-gestützten OCT-Monitoring. Assoz. Prof. Priv.-Doz. Dr. Günther Weigert referierte zu retinalen Venenverschlüssen und der Chorioretinopathia Centralis Serosa. Noch vor der Pause gab Ao. Univ.-Prof. Dr. Michael Georgopoulos, MBA einen Beitrag über den Einsatz der OCT bei Makulaforamina und den Einsatz der Ultrawidefield OCT-Technologie in der Netzhautchirurgie. Durch die hohe Auflösung der OCT ist eine genaue Vermessung, beispielsweise bei durchgreifenden Makulaforamina möglich. Dies kann für Verlaufskontrollen oder zur Beurteilung des Operationserfolges genutzt werden.

Im Firmensymposium gaben die Firmen Askin, Mediconsult/Topcon, Oertli Ophthalmedic Österreich und Zeiss einen Überblick über die Innovationen der letzten Jahre, bevor das Programm in die Pause und zu einer kleinen Industrieausstellung überging.

Der zweite Fortbildungsteil

Den Auftakt nach der Pause machte Priv.-Doz. Dr. Gabor Deak, PhD. ­Er startete mit einem OCT-Quiz mit seltenen Diagnosen und Fällen aus der Klinik. ­Ao. Univ.-Prof. Dr. Clemens Vass referierte im anschließenden Vortrag über den Einsatz der OCT beim Glaukom und in der Papillendiagnostik sowie zur Langzeitverlaufskontrolle bei Glaukompatient:innen. Bei dem darauffolgenden Vortrag über den Einsatz der OCT in der Tumordiagnostik und Verlaufskontrolle, von Priv.-Doz. DDr. Adrian Reumüller, MBA MLS wurden neue Möglichkeiten der OCT-Technologie beziehungsweise zukünftige Einsatzgebiete der OCT erläutert. Zu Abschluss referierten Priv.-Doz. Dr. Daniel Schartmüller und Priv.-Doz. Dr. Jan Lammer über den Einsatz der OCT Technologie im vorderen Augenabschnitt und brachten zudem Beispiele im Einsatz im Kataraktmanagement, wie z.B. dem postoperativen Sitz der Kunstlinse innerhalb der Kapsel, oder den Einsatz der OCT zum Screening und Verlaufskontrollen des Keratokonus.

Die OCT-Technologie ist vielseitig einsetzbar und wird auch in Zukunft eine wichtige Rolle in der Ophthalmologie spielen. Allerdings stellt die zunehmende Komplexität der Bildanalyse und Bildinterpretation eine Herausforderung dar, weshalb Fortbildungen auf dem Gebiet unerlässlich sind.

Großes Interesse am OCT-Kurs

Nach der Veranstaltung gab es ein gemeinsames Abendessen und einen netten Ausklang mit Möglichkeit zum Netzwerken. Im Laufe der Veranstaltungsreihe hat sich die Teilnehmerzahl beinahe verdoppelt, was das stetig steigende Interesse an dem Thema unterstreicht. Die OCT hat sich als die am häufigsten eingesetzte diagnostische und verlaufskontrollierende Bildgebung in der Retinologie etabliert. Zudem ist sie sowohl aus den Ambulanzen als auch aus den Ordinationen nicht mehr wegzudenken. Der Einsatz im vorderen Augenabschnitt wächst und bringt neue spannende Möglichkeit mit sich, die sich in den nächsten Jahren weiter ausbreiten werden. Der 3. Wiener OCT-Kurs war eine spannende Veranstaltung und eine Fortführung der Veranstaltungen der Universitäts-Augenklinik Wien befindet sich derzeit in Planung. Diesbezügliche Updates finden Sie rechtzeitig auf der Homepage der Universitäts-Augenklinik Wien und in den Fortbildungskalendern.◗

Priv.-Doz. Ing. DDr. Gregor S. Reiter, BA MSc
Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie
Medizinische Universität Wien

FOTO: Feelimage/matern

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