Zu Beginn begrüßte Dr. Hommer das Publikum und informierte über die Abwesenheit von Prof. Faschinger, der aufgrund eines Unfalls am ersten Tag der Fortbildung verhindert war. Seine Moderationen wurden von Prim. Univ.-Prof. Herbert Reitsamer und OÄ Dr.in Cornelia Hirn, FEBO übernommen. Anschließend bekamen alle Teilnehmer:innen – in gewohnter Art und Weise – einen Selbstevaluierungsbogen ausgehändigt. Hier konnte man anhand einiger komplexer Fragen eine Wissensüberprüfung durchführen. Eine Frage lautete beispielsweise: „Welche Augentropfen sind bei kleinen Kindern kontraindiziert?“ (A: Betablocker; B: Carboahnydrasehemmer ; C: Alpha-Agonisten oder D: lokale Antihistaminika). Antwort C war in diesem Fall richtig. Im Programmpunkt „Bewährtes, Neues und Zukünftiges“ präsentierten Industrievertreter:innen in jeweils fünfminütigen Beiträgen aktuelle medizintechnische und pharmakologische Innovationen aus dem Glaukom-Bereich. Vorgestellt wurden unter anderem Laser, Spaltlampen-Tonometer, Microstents, Antiglaukomatosa, Perimeter sowie Keratometer.
Das Hauptprogramm
Den ersten Vortrag des Tages hielt Ao. Univ.-Prof.in Dr.in med. vet. Barbara Nell aus Wien zum Thema „Das Glaukom in der Veterinärmedizin“. Diese Session moderierten Priv.-Doz. Dr. Georg Mossböck und Dr.in Gordana Sunaric Mégevand. Die Vortragende erklärte in ihrem Referat etwa, dass die medikamentöse Glaukomtherapie bei Tieren topische Wirkstoffe wie Carboanhydrasehemmer, Betablocker, Prostaglandine und Parasympathomimetika umfasst. Systemisch kommen bei Hunden und Katzen hingegen Carboanhydrasehemmer sowie Mannitol zum Einsatz. Das Primärglaukom tritt bei Hunden meist infolge eines dysplastischen Ligamentum pectinatum auf, wobei bestimmte Rassen häufiger betroffen sind. Im Endstadium des Glaukoms bleibt bei Kleintieren in der Regel leider nur die Enukleation als letzte Behandlungsmöglichkeit über. Dr. Claude Burgoyne aus Portland, USA hielt die folgenden beiden Vorträge zu den Themen „Imaging the Optic Nerve Head: Structural and Biomechanical Markers of Glaukoma“ und „Optic Nerve Head Structural Change in Myopia“. Der Vortragende bot hier hochaktuelle Einblicke in die strukturellen und morphologischen Veränderungen des Sehnervenkopfs bei Glaukom, wie sie mittels OCT sichtbar werden. Ein besonderes Highlight der diesjährigen Veranstaltung war der interaktive Vortrag von Dr. Balwantray Chauhan (Halifax, Kanada) am Samstagmorgen. Das Publikum hatte hier die Möglichkeit, sich aktiv an den präsentierten Glaukom-Fällen zu beteiligen – sowohl über einen Computer als auch per Handy-Voting.
Weitere Referent:innen
Das Programm der Herbstfortbildung umfasste neben den bereits erwähnten Vorträgen auch Workshops und zahlreiche Möglichkeiten zum persönlichen Austausch bei Kaffee bzw. Mahlzeiten sowie eine entspannte Abendveranstaltung unter dem Titel „Resveratrol in Theorie und Praxis“. Die weiteren Vortragenden waren: Dr.in Delphine Bifrare (Lausanne, Schweiz), Univ.-Prof. Dr. Carl Erb (Berlin, Deutschland), Dr. Peter Gorka (St. Pölten), OÄ Dr.in Cornelia Hirn, FEBO (Wien), Univ.-Prof.in Dr.in Barbara Kiss (Wien), Priv.-Doz. Dr. Markus Lenzhofer (Salzburg), Dr. Leonard Levin (Montreal, Kanada), Prim. Univ.-Prof. Herbert Reitsamer (Salzburg), Prof.in Dr.in Ingeborg Stalmans (Leuven, Belgien), Priv.-Doz.in Dr.in Barbara Teuchner (Innsbruck) und Univ.-Prof. Dr. Clemens Vass (Wien).
Industrieausstellung
Zahlreiche Unternehmen aus dem Bereich der Ophthalmologie nutzten neben dem Programmpunkt „Bewährtes, Neues und Zukünftiges“ die Gelegenheit, sich im Rahmen der Industrieausstellung mit Augenärzt:innen auszutauschen und ihre neuesten Produkte vorzustellen. Die heurige Fortbildung wurde von folgenden Firmen beziehungsweise Organisationen in alphabetischer Reihenfolge tatkräftig unterstützt: AbbVie, Adbos, Alcon, Askin & Co, Bausch & Lomb, Bon, Lenus Pharma, Mediconsult, Neumed AG, OmniVision, Pharmaselect, Santen, Sehen ohne Grenzen, Thea, TRB und Zeiss.