Ein zentraler Programmschwerpunkt war die Keratoplastik. Unter der fachkundigen Anleitung von Assoc.-Prof. Priv.-Doz. Dr. Gerald Schmidinger und Ass.-Prof. Priv.-Doz. Dr. Bernhard Steger wurden verschiedene Verfahren vermittelt und auch praxisnah geübt. Darunter die penetrierende und lamelläre Keratoplastik, präzise Hornhautnähte sowie die Descemet-Membran-Endothel-Keratoplastik (DMEK). Die Übungen fanden dabei an innovativen „Artificial Cornea-Augen“ statt. Diese Modelle bilden die vier Schichten der menschlichen Hornhaut realitätsgetreu nach und ermöglichen somit eine präzise chirurgische Simulation.
Lidchirurgie
Im Bereich der Lidchirurgie wurden die Kurse und Fachvorträge von Prim. Univ.-Doz. Dr. Martin Emesz, Univ.-Prof. Dr. Andreas Kuchar und Dr.in Diana Putz FEBO geleitet. Neben klassischen OPs wie der oberen und unteren Blepharoplastik sowie der Ptosis-Korrektur, wurden auch komplexere, chirurgische Verfahren geübt. Diese umfassten die Korrektur von Lidfehlstellungen, Canthoplastik und Canthopexie, die Simulation von Drainagesystemen sowie Techniken zum Wundverschluss. Rekonstruktive Eingriffe wie der Tenzel-Flap und das Hughes-Verfahren ergänzten das Spektrum. Die praktischen Übungen wurden sowohl an humanen Kadaverköpfen, als auch an hochentwickelten, 3D-gedruckten Lidmodellen abgehalten. Dies ermöglichte einen besonders wirkungsvollen Wechsel zwischen innovativer Simulation und anatomischer Realität.
Innovativer Gipfel
Der interdisziplinäre Charakter der Veranstaltung war für die Teilnehmer:innen besonders bereichernd. Unter der Leitung von Prof. Marko Konschake (Anatomie) und in Zusammenarbeit mit Prof. Anton Schwabegger (Plastische Chirurgie), Ass.-Prof. Priv.-Doz. Dr. Bernhard Steger sowie Prim. Priv.-Doz. Dr. Martin Emesz (Augenheilkunde) entstand ein bisher noch nie dagewesenen Format für den fachübergreifenden Austausch zum Thema Lidchirurgie. Die enge Kooperation zwischen den drei Fachrichtungen eröffnete neue Perspektiven auf komplexe chirurgische Fragestellungen. Dies förderte insbesondere den Lernerfolg der Teilnehmer:innen nachhaltig. Alle drei Veranstaltungstage boten ein Zusammenspiel aus Theorie, Übung und wissenschaftlichem Dialog. Davon profitierten sowohl erfahrene Operateur:innen als auch Nachwuchschirurg:innen.
Zusammenfassung
Zum Abschluss des Summits 2025 zeigte sich eine Begeisterung der Teilnehmer:innen für die didaktische Qualität. Zudem wurden die innovativen Trainingsmethoden und der starke Praxisbezug gelobt. Der Summit 2026 hat somit nicht nur die chirurgischen Fähigkeiten der Teilnehmer:innen spürbar weiterentwickelt, sondern auch einen Grundstein für die langfristige, interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Klinik gelegt.
