Die Teilnehmer:innenanzahl wurde beim diesjährigen Workshop bewusst auf 15 limitiert, um ausreichend Raum und Zeit für Fragen sowie Bearbeitung von praxisnahen Fallbeispielen zu schaffen. Es trafen sich sieben Orthoptist:innen und acht Augenfachärzt:innen, um gemeinsam in das spannende Feld der Schieloperationen einzutauchen. Die Teilnehmer:innen bekamen einige Wochen vorab bereits Unterlagen mit Links zu E-Learning Einheiten. Diese beinhalteten Schwerpunkte wie etwa: die Vorbereitung zur Schieloperation, Theorie zu verschiedenen Operationsarten, Komplikationen nach Schieloperationen, Operationsmöglichkeiten bei Nystagmus sowie Schielbehandlung mit Botox.
Verschiedene Krankheitsbilder
Beim Workshop selbst wurden die strabologischen Krankheitsbilder in die Themenblöcke Strabismus convergens, Strabismus divergens, Strabismus vertikalis und Strabismus inkomitans eingeteilt. In jedem Theorieblock wurde erklärt, wie die orthoptische Vorbereitung bei den verschiedenen Krankheitsbildern erfolgt (z.B. Prismentests, Messmethoden) und welche verschiedenen Operationsmöglichkeiten es laut aktuellen Studien gibt, sowie welche Vor- und Nachteile gewisse Methoden bieten. Danach konnten die Teilnehmer:innen anhand von realen Fallbeispielen in Form von Posterpräsentationen das neue Wissen selbst anwenden und in Kleingruppenarbeiten Fälle durchbesprechen. Diese wurden dann im Plenum vorgestellt und diskutiert.
Intensive Fortbildung
Es waren zwei sehr spannende Tage mit einem wertschätzenden Austausch. Beim Thema Schieloperation zeigt sich sehr klar, wie wichtig eine gute Zusammenarbeit im Eye-Care-Team (Orthoptist:innen und Ophthalmolog:innen) für eine professionelle Betreuung der Patient:innen ist.◗
